Gleichstellungsbüro > Musterarbeitsplatz der TUC > Bemerkungen zur Sicherheit

Bemerkungen zur Sicherheit

Konkrete Sicherheitsprobleme, die von einem Bildschirmarbeitsplatz ausgehen können, sind zunächst Stolperfallen durch herumliegende Kabel. Wenn möglich, sollten Kabel abgedeckt oder in Kabeltunneln zusammengefasst und entweder unter dem Schreibtisch oder an der Wand entlang verlegt werden. Besser sind Steckdosenleisten, die an der Wand oder ggf. am Schreibtisch angebracht werden können. Im Handel gibt es zahlreiches Zubehör, um der Kabelflut Herr zu werden.

Ein weiterer Gefahrenpunkt können Röhrenmonitore sein, die aufgrund ihrer Größe über die Tischkante hinausstehen. Eine solche Aufstellung ist nicht zulässig. Wenn der Platz auf dem Tisch für eine korrekte Anordnung nicht reicht, sollte ein Flachbildschirm oder ein tieferer Schreibtisch angeschafft werden. Auch weitere Peripheriegeräte müssen sicher aufgestellt werden - z.B. nicht auf wackligen provisorischen Gestellen oder Tischen.

Probleme mit elektrostatischer Aufladung können viele Gründe haben. Häufig sind ungeeignete Stuhlrollen oder zu trockene Büroluft an dem Problem beteiligt. Auf jeden Fall ist hier, wie bei allen sicherheitrelevanten Problemen, die Hinzuziehung des Sicherheitsingenieurs sinnvoll, der ohnehin in Zusammenarbeit mit dem betriebsärztlichen Dienst Begehungen von Bildschirmarbeitsplätzen vornimmt.

Bei solchen Begehungen wird gelegentlich auch eine Beratung zu ganz speziellen sicherheitstechnischen Problemen bei Arbeiten an Bildschirmgeräten gewünscht. Dabei handelt es sich vorwiegend um Fragen, die nicht ohne weiteres aus den Vorgaben der zahlreichen Sicherheitsvorschriften zu beantworten sind. Es werden dann möglichst sofort umsetzbare Lösungsvorschläge unter Einbeziehung der Erfahrungen anderer erwartet.

So sind z. B. die ohne baulichen Aufwand nicht zu verändernden Gegebenheiten eines Arbeitsraumes häufig nur schwer mit den Nutzerwünschen voll in Einklang zu bringen. In diesen Fällen können die erhofften Verbesserungen jedoch durch gemeinsam erarbeitete und manchmal auch variabel gestaltete Kompromiß- oder Teillösungen geschaffen werden.

Die Akzeptanz einer zunächst versuchsweisen Änderung der jahrelang unverändert genutzten und vielfach auch über längere Zeit gewachsenen Aufstellung der Büroeinrichtung im Raum wächst erfahrungsgemäß mit der Dauer des Ausprobierens.

Stolperfallen durch herumliegende Kabel lassen sich durch geeignete Kabelabdeckungen entschärfen. Das hilft nicht nur den Gerätenutzern, sondern auch dem Reinigungspersonal.

In vielen Büros klagen die Beschäftigten über die unangenehmen Auswirkungen der elektrostatischen Aufladung. Eine wirksame Abhilfe hierfür kann mit einer Erhöhung der Raumluftfeuchtigkeit durch Zimmerpflanzen, Auslegen feuchter Tücher oder durch technische Luftbefeuchter erreicht werden. Wenn aber diese Maßnahmen und darüber hinaus auch das Tragen geeigneter Schuhe und Bekleidung sowie die elektrische Leitfähigkeit des Fußbodenbelags und der Stuhlrollen noch nicht ausreichend wirksam sein sollten, so schlagen Fachkollegen der Universitätsklinik Mainz vor, zusätzlich die Sitzflächen der Bürostühle mit dicken Tüchern aus reiner Baumwolle (z. B. normalen Handtüchern) zu belegen.

Da die sehr unterschiedlichen Probleme vielfach nur individuell und ortsbezogen zu lösen sind, empfiehlt sich in jedem Fall eine Einzelberatung am betroffenen Arbeitsplatz. Betriebsarzt und Sicherheitsingenieur sind hierzu jederzeit bereit.

 

Kontakt  Suche  Sitemap  Impressum  Letzte Änderung: 23.11.2015  Verantwortlich: M. Larres
© TU Clausthal 2017