Die Tastatur

Die Tastatur ist in der Regel die am häufigsten benutzte "Schnittstelle", über die dem Computer Informationen mitgeteilt werden. Entsprechend wichtig ist eine optimale Anordnung und Gestaltung dieses Bedienelementes. Sie muss vom Bildschirm getrennt sein, damit man sie so verschieben kann, dass ermüdungsfreies Arbeiten möglich ist.

Die Tastenreihe, in der sich der Buchstabe “C” befindet, sollte höchstens 3 cm über dem Tisch liegen. Ist die Tastatur höher (meist bei älteren Modellen), kann man beim Schreiben den Handballen nicht vor der Tastatur auflegen (Abstand der Tastatur von der Tischkante). Das führt zwangsläufig dazu, dass für das “freihändige” Schreiben insbesondere der Schultergürtel ständig hochgezogen werden muss. Dadurch kommt es zu Belastungsreaktionen wie druckschmerzhafte Muskelpartien im Schulter- und Nackenbereich, “Schonhaltung” und schmerzhafte Bewegungseinschränkungen. Vor allem dann, wenn man die Handballen auflegt, obwohl die Tastatur zu hoch oder zu “steil” ist, können schmerzhafte Erkrankungen der Sehnen und des Sehnengleitgelenkes sowie Muskelverspannungen im Unterarm- und Handwurzelbereich die Folge sein.

Dieses sog. “Repetitive Strain Injury = RSI-Syndrom” als neue Berufskrankheit an Bildschirmarbeitsplätzen hat inzwischen die beim Schreibmaschineschreiben häufige Sehnenscheidenentzündung abgelöst.

Eine Verminderung der Belastung ist möglich durch Handballenauflagen, die vor die Tastatur gelegt werden.

Bei der ersten Auflage unserer Bildschirmbroschüre gab es nur wenig Auswahl an solchen Handballenauflagen. Inzwischen ist das Angebot wesentlich größer geworden, ein Zeichen für die steigende Akzeptanz dieser Hilfsmittel. Nicht jede Auflage ist für jeden angenehm oder praktisch, deshalb ist auch hier ausprobieren am besten.

 

Im Handel gibt es auch Tastaturen, die eine Handballenauflage bereits enthalten bzw. die außerdem durch eine Knickung der Tastatur die Handgelenke schonen sollen. Diese geknickten Tastaturen sind gewöhnungsbedürftig, man sollte sie aber zumindest einmal ausprobieren, da bei Personen, die viel schreiben müssen, die ständig abgeknickten Handgelenke auf Dauer zu Schäden führen können.

Tastatur ohne Knick    Tastatur mit Knick

Dem gleichen Zweck dient auch eine Trennung von Schreibtastatur und Zahlenblock, die darüber hinaus auch für Linkshänder interessant sein kann.

Tastaturen werden von den Computeranbietern meist etwas stiefmütterlich behandelt, dabei sind sie die Teile des Computers, mit denen man am unmittelbarsten in Kontakt kommt. Die Wichtigkeit einer ergonomisch guten Tastatur sollte nicht unterschätzt werden!

Heute werden im Handel meist schwarze Tastaturen angeboten, oft noch mit glänzender Oberfläche. Beides sieht zwar chich aus, ist aber auf Dauer für die Augen belastend.

Man sollte wenn möglich daher immer einer hellen Tastatur mit kontrastreichen Zeichen den Vorzug geben. Dunkle Tastaturen werden auch von den Berufsgenossenschaften abgelehnt.

Hier finden Sie einige unserer aktuell vorhandenen Tastaturen und ergonomischen Tastaturauflagen!

Nach oben
 

Kontakt  Suche  Sitemap  Impressum  Letzte Änderung: 23.11.2015  Verantwortlich: M. Larres
© TU Clausthal 2017