Die Maus

Was gerade für die Tastatur festgestellt wurde, gilt ebenso für die Maus, ohne die die Arbeit mit dem Computer heutzutage fast undenkbar ist: sie ist beim Computerkauf meist dabei, ohne dass man sich Gedanken über die Art und Form der er­haltenen Maus macht.

Die Entwicklung grafischer Benutzeroberflächen machte die Maus jedoch zum un­verzichtbaren Eingabe- und Steuerungselement. Mit ihr kann man schnell über den Bildschirm navigieren, können Texte, Befehle oder Symbole ausgewählt und verschoben werden.

Trotzdem interessiert es kaum einen Computerkäufer, welche Maus dem neuen Rechner beigelegt ist. Dabei können Computermäuse ebenso Schäden verursa­chen wie etwa die intensive Benutzung von Tastaturen – eine nicht überraschende Erkenntnis, wenn man bedenkt, dass 65 % der gesamten Bedienungszeit am Computer für die Arbeit mit der Maus aufgewandt wird.

Holländische Untersuchungen führen hartnäckige Schmerzen im Arm/Schulterbereich denn auch auf die Arbeit mit der Maus zurück. Die Ursache wird vor allem im weit abgewinkelten Arm bei der Mausbenutzung gesehen. Kein Wunder: Moderne Tastaturen mit vielen Funktionstasten, oft als besonders ergo­nomisch gelobt, sind besonders breit und zwingen die Hand mit der Maus förm­lich zur Seite.

US-Studien, so behauptete ‘Focus’ bereits in Heft 19/97, belegen denn auch einen dramatischen Anstieg gesundheitlicher Probleme von Computerbenutzern. Be­troffen sollen vor allem die Anwender grafischer Software sein, die tausendfache Mausklicks pro Tag machen. Die Folge: häufigere RSI-Erkrankungen.

Auch wir können diesen Trend bestätigen: inzwischen sind die häufigsten Anfra­gen, die wir zum Musterarbeitsplatz bekommen, die nach alternativen Eingabege­räten, da viele Benutzer durch die häufige Mausbenutzung bereits gesundheit­liche Probleme mit dem Handgelenk oder dem Unterarm haben.

Sechs Punkte scheinen hauptsächlich für diese Probleme verantwortlich zu sein:

  • der häufige Zugriff auf die Maus,
  • der präzise und konzentrierte Einsatz bei "Feinarbeit",
  • die Form der Maus,
  • die Schwebehaltung der Hand über dem Eingabegerät,
  • die evtl. fehlende Unterstützung des Unterarms und
  • die zu weit seitliche Position der Maus neben der Tastatur.

Einige dieser Punkte kann man selber verän­dern, bei anderen sind die Hersteller und der Gesetzgeber gefordert.

 

Interessante Alternative bei Problemen mit dem Handgelenk: senkrecht gestellte Maus
Sieht aus wie ein Joystick, ist aber eine Maus

Mäuse gibt es in vielen Varianten: elliptisch, birnenförmig, flach, breit, zu den Tasten hin erhöht, abgesenkt, mit lautem oder leisem Klick usw. Nur durch Ausprobieren kann man daher feststellen, welche Maus man als angenehm empfindet.

Inzwischen gibt es auch Mäuse, bei denen die Hand hochkant aufgelegt wird, was von vielen Benutzern mit Handproblemen als sehr angenehm empfunden wird.

Bei starken Problemen mit der Mausbedienung gibt es alternative Eingabegeräte wie z.B. die "Rollermouse", die wie eine Handballenauflage vor die Tastatur gelegt wird und die Mausbewegungen mit einer Stange simuliert, die nach oben und unten sowie nach rechts und links bewegt werden kann.

Wir halten ständig einige aktuell erhältliche Mäuse und auch alternative Eingabegeräte zum Ausprobieren im Gleichstellungsbüro vorrätig.

Die Größe der Maus muss jeder für sich ausprobieren, es gibt sowohl für kleinere als auch für große Hände passende Mäuse. Vereinzelt bieten Hersteller auch Mäuse in verschiedenen Größen an, es gibt auch ergonomisch geformte Mäuse speziell für Linkshänder.

Wenn möglich, sollte man versuchen, häufig wiederholte Mausklicks oder bestimmte Funktionen (Markieren, Löschen, Menüs aufrufen usw.) mit der Tastatur durchzuführen, was mit etwas Übung nicht nur ergonomischer, sondern auch schneller geht als mit der Maus. Für zahlreiche Funktionen gibt es bereits sog. "Shortcuts", d.h. Tastenkombinationen, man kann sich solche Shortcuts aber auch zusätzlich selber erstellen. Auch eine Programmsteuerung durch Sprachbefehle ist heutzutage häufig möglich.

Mauspad zur Entlastung des Handgelenks

Ebenso wie es Handballenauflagen für die Tastatur gibt, gibt es auch solche für die Maus, in der Regel als ergonomisch geformtes Mauspad. Ein solches Mauspad verhindert, dass die Hand im Handgelenk zu stark abgeknickt wird, entspannt den Unterarm und macht die Arbeit mit der Maus wesentlich angenehmer. Für eine entspannte Handhaltung ist es unverzichtbar.

 

Ggf. können die bei vielen Mäusen vorhandenen Zusatztasten eine Erleichterung der Arbeit darstellen. Sie können so programmiert werden, dass sie bestimmte Befehle schneller ausführen, als das mit den normalen Maustasten möglich wäre. Meist ist dafür die Installation der jeweiligen Software erforderlich.

Ergonomische Mäuse und Mauspads zum Ausleihen

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