Der Bildschirm

Flachbildschirme sind heute Stand der Technik, auf Röhrenmonitore wird daher hier nicht mehr eingegangen.

Der Trend zu immer größeren Monitoren hat sich etwas verlangsamt, die gän­gigste Größe dürfte heute bei 20 bis 24 Zoll liegen. Im Büroalltag haben sich breite Formate bewährt, vor allem, wenn mit mehreren gleichzeitig geöffneten Fenstern gearbeitet wird. In diesem Fall sollte man auch über die Anschaffung von zwei Monitoren nachdenken, die diese Arbeiten wesentlich angenehmer, schneller und ergonomischer machen.

Maßgebend für die Qualität von Bildschirmgeräten, Computern und Peripheriegeräten sind die sog. TCO-Normen. Sie werden laufend dem Stand der Technik angepasst und enthalten Vorschriften zu technischen Eigenschaften,  Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Gesundheitsschutz der Geräte. Aktuell für Bildschirme sind die Normen TCO 03 und die TCO Certified Displays 5.

Auf folgende Punkte sollte bei der Anschaffung eines Monitors geachtet werden:

  • Der Monitor muss höhenverstellbar sein (das wird von der TCO 03 gefordert). Wichtig ist besonders, dass er tief genug eingestellt werden kann. Es gibt heute Bildschirme, die sich fast bis auf den Tisch herunterschieben lassen, was je nach Größe des Monitors ein Absenken des Schreibtisches ersetzen kann.
  • Ein möglichst hohes Kontrastverhältnis auch bei seitlichem Blickwinkel.
  • Helle Gehäusefarben sind dunkleren vorzuziehen, da auch hier sonst durch unnötige Leuchtdichtesprünge die Augen übermäßig belastet werden.
  • Der Monitor muss auf einem flexiblen Sockel stehen, der ein Anpassen an Größe und verschiedene Sitzpositionen des Benutzers ermöglicht und vor allem ein Absenken des Monitors so weit wie möglich nach unten zulässt.
  • Der Bildschirm sollte so geneigt sein, dass man etwa im rechten Winkel auf die Monitorfläche schaut. Unbedingt sollte darauf geachtet werden, dass die Arbeitsmittel, auf die man häufig im Wechsel blickt, also Monitor, Tastatur und Konzept in etwa den gleichen Abstand vom Benutzer haben, um einer vorzeitigen Ermüdung der Augen durch ständige Nah-/Fernanpassung vorzubeugen.

Konventionelle Ansicht:
oberste Bildzeile etwas unter Augenhöhe



Bei leicht nach unten gerichtetem Blick können sich die Augen im Nahsichtbereich besser anpassen (dicke Linien = was weiter unten steht, darf näher heranrücken)
Der Bildschirm sollte also möglichst tief stehen und entsprechend stark geneigt sein, dann kann er auch etwas näher stehen.
  • Nach aktuellen medizinischen Erkenntnissen sollten große Monitor nach Möglichkeit tiefer stehen als die Tischfläche. Man sollte leicht nach unten sehen können, so als ob man ein Buch lesen wollte. Diese Meinung wird allerdings vor allem von den Büroausstattern nicht geteilt. Von Medizinern und auch vom betriebsärztlichen Dienst der TU Clausthal wird diese Forderung allerdings unterstützt. Leider sind solche Tische heute kaum noch erhältlich.
  • Falls der Bildschirm nicht selbst tief genug eingestellt werden kann, können u.U. Monitorschwenkarme hilfreich sein, die es ermöglichen, den Monitor bis auf die Tischplatte abzusenken. Sie können an fast allen Monitortypen angebracht werden.
  • Die Darstellung der Zeichen auf dem Bildschirm sollte möglichst "positiv" erfolgen, d.h. am günstigsten sind schwarze Zeichen auf weißem Grund. Da beim Konzept in der Regel ebenfalls schwarze Zeichen auf weißem Papier abgebildet sind, hat das Auge so nicht ständig und in kürzesten Zeitabständen Hell/Dunkel-Anpassungen vorzunehmen. Auch hier wären Augenbrennen, Augenermüdung usw. die Folge.
  • Die Aufstellung sollte so erfolgen, dass die Blickrichtung parallel zum Fenster verläuft, um Blendungen, Spiegelungen und große Helligkeitsunterschiede möglichst zu vermeiden.

Arbeit mit mehreren Monitoren

Oft müssen mehrere Programm- oder Informationsfenster nebeneinander dargestellt werden, so dass sie gleichzeitig sichtbar sind. Diese Anforderungen werden am besten durch die Verwendung von zwei Monitoren erfüllt, günstig sind Bildschirmgrößen ab 19 Zoll. Falls eine Verwendung von zwei Monitoren nicht möglich ist, kann ein sehr großer Bildschirm mit einer Diagonale von 27 Zoll oder mehr eine gute Alternative sein.

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