Die Softwareergonomie

Auch die bei einem Bildschirmarbeitsplatz verwendete Software muss ergonomi­schen Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung entsprechen. Hier gibt es große Unterschiede, z.B. schon in der Benutzerführung, der Menügestaltung oder den Hilfefunktionen.

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Wirkung von Farben auf unterschiedlichen Hintergründen

Wichtig ist bei der Gestaltung von Programmen oder Bedienoberflächen ein kla­rer, übersichtlicher Seitenaufbau und eine logische Benutzerführung, die mit möglichst wenigen Mausklicks auskommt. Die Grundsätze der Barrierefreiheit sollten nach Möglichkeit immer beachtet werden. Die einzelnen Seitenelemente sollen strukturiert, also waagerecht bzw. senkrecht angeordnet werden, was dem Auge hilft, den Überblick zu behalten. Die Verwendung von Farben sollte möglichst zurückhaltend erfolgen, die Hinweisfunktion von Farben sollte beachtet werden (z. B. Rot ist eine Warnfarbe), auf die großflächige Verwendung ge­sättigter Farben sollte verzichtet werden. Gleiches gilt für die großflächige Ver­wendung von Komplementärfarben (Rot-Grün; Blau-Gelb), bei großflächiger Farbverwendung sollten Auswirkungen auf Kontraste (anstrengend für die Augen) beachtet werden. Farben sollten niemals als alleinige Identifikationsmöglichkeit dienen (z.B. Anweisungen wie "Klicken Sie auf den roten Pfeil, wenn Sie dies wollen, auf den grünen Pfeil, wenn Sie das wollen."), um farbschwache Personen nicht zu benachteiligen.

Ergonomisch sinnvoll und für das Auge am angenehmsten ist die Darstellung schwarzer Zeichen auf weißem Grund. Diese Farbwahl bietet den höchstmögli­chen Kontrast und ist daher für das Auge am wenigsten anstrengend. Dazu kommt, dass auch die gedruckten Vorlagen meist schwarz-weiß sind und das Auge sich daher nicht ständig umstellen muss.

In der Praxis hat man in einem großen Betrieb oder innerhalb der Verwal­tung nur wenig Einfluss auf die Wahl der Programme. Jedoch sind auch bei den allgemein verbreiteten Programmen wie Office u.a. individuelle Einstellungen möglich, die die Ergonomie verbessern, aber auch verschlechtern können.

Für Personen, die besonders viel schreiben, ist es meist sinnvoll, Befehle nicht über die Maus, sondern über die Tastatur einzugeben. Hier bieten alle gän­gigen Programme die Möglichkeit, sog. "Shortcuts", d.h. Tastenkombinationen für häufig gebrauchte Eingaben zusätzlich zu den ohnehin vorhandenen selber zu definieren oder sogar Makros zu erstellen, d.h. häufig ausgeführte Abfolgen von Befehlen zu automatisieren.

Bei Bildschirmen mit hoher Auflösung ist es manchmal sinnvoll, die Schriftgröße z.B. der Menüleiste und der übrigen vorgegebenen Textfelder größer einzustel­len.

Bei Windows 7 erreicht man die Einstellungsmöglichkeiten über START - SYSTEMSTEUERUNG - CENTER FÜR ERLEICHTERTE BEDIENUNG, bei Windows 10 über START – EINSTELLUNGEN – ERLEICHTERTE BEDIENUNG.

Auch manche Programme bieten Hilfe an. Üblicherweise sieht man dazu in der Hilfe-Datei des entsprechenden Programms nach. Auch die Einstellung einer Sprachausgabe ist möglich.

 

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