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Bericht Schnupperstudium 2006

Bereits zum zehnten Mal fand in diesem Jahr das Schnupperstudium für Schülerinnen statt. Insgesamt 24 Schülerinnen kamen aus Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Berlin, Hamburg, Bremen, Hessen und aus Thüringen in den Oberharz und opferten zumeist eine knappe Woche ihrer Herbstferien, um sich über verschiedene Studiengänge oder die TU Clausthal als möglichen Studienort zu informieren. Einige Schülerinnen aus Bundesländern, die nicht zu dieser Zeit Herbstferien hatten, waren von ihren Schulen für die Zeit des Schnupperstudiums beurlaubt worden.

Betreut wurden die Schülerinnen während ihres Aufenthaltes in Clausthal von mehreren Studentinnen (Tutorinnen), die die Schülerinnen zu den Vorlesungen oder Praktika begleiteten und nahezu rund um die Uhr für Fragen zur Verfügung standen.

Viele Schülerinnen hatten schon bei der Anmeldung Studiengänge angegeben, die sie in die engere Wahl gezogen hatten - meist gleich mehrere, über die sie sich ausführlich informieren wollten. Einige reisten bereits am Sonntag an, sie konnten beim gemeinsamen Abendessen mit den Tutorinnen bereits einen ersten Eindruck von Clausthal und der Uni gewinnen.

Untergebracht waren die Teilnehmerinnen im Gästehaus Kühn und in der Bildungsstätte der Sportjugend Niedersachsen, jeweils in Zweibettzimmern.

Am Montag, nachdem auch die übrigen Schülerinnen angekommen waren, ging es dann richtig los: zunächst erhielt jede eine umfangreichen Mappe mit dem vorgesehenen Programm sowie weiteren nützlichen Informationen wie dem Speiseplan der Mensa oder dem Kinoprogramm des örtlichen Kinos. Die Tutorinnen, die die ganze Woche zur Betreuung und zum Beantworten von Fragen zur Verfügung standen, stellten sich vor und lernten "ihre" Gruppen kennen. Danach ging's erst mal in die Mensa zum Mittagessen.

Am Nachmittag erfolgte die offizielle Begrüßung durch den Vizepräsident für Forschung und Hochschulentwicklung, Herrn Prof. Beck und die hauptamtliche Vizepräsidentin Frau Dr. Schwarz. Zum Einstimmen auf den Ort Clausthal-Zellerfeld und seine Geschichte wurde danach das Bergwerksmuseum besucht, wo bei einer Grubenfahrt die Entwicklung des Bergbaus im Harz nachempfunden werden konnte.

Der Abend wurde, wie an allen Tagen der Woche, mit tatkräftiger Beratung und Organisation durch die begleitenden Tutorinnen individuell und spontan gestaltet.

Ab Dienstag wurden Vorlesungen und Praktika aus den verschiedensten Bereichen besucht (siehe Stundenplan). Neu war in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit für die Teilnehmerinnen, sich vorher online für die gewünschten Praktika anzumelden. Hierzu hatte jede Schülerin vorher ein Passwort erhalten, um sich auf der Anmeldeseite einloggen zu können. Auf diese Weise konnten sich die Teilnehmerinnen ihre Praktika nach Wunsch zusammenstellen.

Während die Vormittage den Volesungen und Praktika vorbehalten waren, boten die Nachmittagsveranstaltungen weitergehende Informationsmöglichkeiten.

In diesem Jahr erstmalig angeboten wurde am Dienstag eine Vortragveranstaltung über die verschiedenen Studiengänge, wobei auch auf die in der Anmeldung angegebenen Studienwünsche eingegangen wurde. Bei diesen Vorträgen  wurde insbesondere auf die Berufsfelder und die Arbeitsmarktsituation eingegangen.

Die schon seit Jahren immer wieder beliebte Gesprächsrunde fand wieder am Mittwoch Nachmittag statt. Hier waren von den verschiedenen Fachrichtungen Studienfachberater, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Professorinnen und Professoren sowie Studierende eingeladen worden, die den Schülerinnen ca. 2 Stunden lang für Fragen zur Verfügung standen. Hier wurden bei Kaffee und Kuchen teilweise bereits sehr detaillierte Fragen zum Studienablauf oder Voraussetzungen zu verschiedenen Studiengängen gestellt, aber auch Fragen zu Auslandsaufenthalten, die Wohnungssituation in Clausthal sowie Praktikumsmöglichkeiten wurden bereits intensiv diskutiert.

Am Donnerstag Nachmittag gab es wie jedes Jahr am Nachmittag die Gelegenheit, sich selber Institute nach eigener Wahl anzusehen oder Gespräche zu führen. Dieses Angebot wurde auch diesmal wieder ausgiebig genutzt, so dass am Ende der Schnupperwoche wohl fürs erste nicht mehr allzu viele Fragen übrig blieben. 

Am Freitag bei der Nachbesprechung konnte jede ihre Meinung und Kritik zur Schnupperwoche loszuwerden. Das Ergebnis war sehr erfreulich: die Schülerinnen waren einhellig der Meinung, von der Woche viel profitiert zu haben und nun in Bezug auf Berufswahl ein ganzes Stück weiter zu sein. Manche wurden in ihren Überlegungen bestätigt, andere erhielten ganz neue Anregungen - auf jeden Fall hatten alle den Kopf voll Informationen, die zu Hause erst mal "verdaut" und verarbeitet werden wollen! Vereinzelte Kritik (Montag war zu kompakt / lieber noch mehr Praktika ) konnte und sollte den positiven Gesamteindruck nicht trüben.

Und einige stellten bereits fest: "Wir kommen wieder!"  

Zum Abschluss erhielten die Organisatorinnen, vor allem die unermüdlich im Einsatz gewesenen Tutorinnen, Blumensträuße und kleine Präsente - eine Geste, über die wir uns alle sehr gefreut haben. Vielen Dank auch von uns zurück an die Teilnehmerinnen: Ihr wart eine prima Truppe - wissbegierig, motiviert und einfach klasse!  

An dieser Stelle möchte ich auch noch einmal den Tutorinnen danken, ganz besonders Lisa Dressel und Marina Pank, die die Schülerinnen aus persönlichem Engagement und Überzeugung so super betreut haben und ständig für Fragen da waren, weitere Anregungen gaben und spontan Gespräche, Besuche oder das Abendprogramm organisierten. Ohne Eure Mitarbeit wäre das Schnupperstudium in dieser Form nicht möglich und schon gar nicht so erfolgreich gewesen!  

Zum Schluss noch ein bisschen Statistik:
Hatten sich vor dem Schnupperstudium 5 Schülerinnen vorstellen können oder überlegt, in Clausthal zu studieren, waren es nach der Schnupperwoche 15 Schülerinnen. 10 Schülerinnen gaben an, in ihren Studienwünschen bestärkt worden zu sein, während 12 Teilnehmerinnen ganz neue Ideen bekommen haben und nun weitere Studiengänge in Betracht ziehen.  

Fazit: Gerade in den Ingenieurstudiengängen und den Naturwissenschaften gibt es nach wie vor ein Informationsdefizit an den Schulen. Die Schülerinnen (und sicher auch Schüler) können sich oft nichts unter den verschiedenen Namen von Studiengängen vorstellen. Hier hilft nur intensive Information, am besten wie hier vor Ort - aufwändig, nicht nur für uns, sondern auch für die Teilnehmerinnen, die einen Teil ihrer Herbstferien oder eine Woche Unterricht opfern, aber die beste Möglichkeit, sich rechtzeitig für das richtige Studium zu entscheiden.      

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