Schnupperstudium 2009

Bereits zum dreizehnten Mal fand in diesem Jahr das Schnupperstudium für Schülerinnen statt. Insgesamt 22 Schülerinnen kamen aus Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Nordrhein-Westfalen in den Oberharz und opferten eine knappe Woche ihrer Herbstferien, um sich über verschiedene Studiengänge oder die TU Clausthal als möglichen Studienort zu informieren.

Betreut wurden die Schülerinnen während ihres Aufenthaltes in Clausthal von mehreren Studentinnen (Tutorinnen), die die Schülerinnen zu den Vorlesungen oder Praktika begleiteten und rund um die Uhr zur Verfügung standen.

Viele Schülerinnen hatten schon bei der Anmeldung Studiengänge angegeben, die sie in die engere Wahl gezogen hatten - meist gleich mehrere, über die sie sich ausführlich informieren wollten. Einige Mädchen reisten bereits am Sonntag an, so konnten sie beim gemeinsamen Abendessen im Restaurant mit den Tutorinnen bereits einen ersten Eindruck von Clausthal gewinnen.

Untergebracht waren die Teilnehmerinnen im Gästehaus Kühn und in der Bildungsstätte der Sportjugend Niedersachsen, jeweils in Zweibettzimmern.

Am Montag, nachdem auch die übrigen Schülerinnen angereist waren, ging es dann richtig los: zunächst erhielt jede eine umfangreichen Mappe mit dem vorgesehenen Programm sowie weiteren nützlichen Informationen wie zum Beispiel dem Speiseplan der Mensa, das Sportprogramm des Sportinstitutes der TU Clausthal sowie das Erstsemester-Infoheft „TU Campus Start“ des allgemeinen Studierendenausschusses (AStA). Die Tutorinnen, die die ganze Woche zur Betreuung und zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung standen, stellten sich vor und lernten "ihre" Gruppe kennen. Danach ging's erst mal in die Mensa zum Mittagessen.

Am Nachmittag erfolgte die offizielle Begrüßung durch die hauptamtliche Vizepräsidentin Frau Dr. Schwarz. Zum Einstimmen auf den Ort Clausthal-Zellerfeld und dessen Geschichte wurde danach das Bergwerksmuseum in Zellerfeld besucht, wo bei einer Grubenfahrt die Entwicklung des Bergbaus im Harz nachempfunden werden konnte.

Der Abend wurde, wie an allen Tagen der Woche, mit tatkräftiger Beratung und Organisation durch die begleitenden Tutorinnen in Absprache mit den Schülerinnen individuell und spontan gestaltet. So wurde am Montagabend gemeinsam gekocht – das Feiern kam natürlich auch nicht zu kurz.

Ab Dienstag wurden Vorlesungen und Praktika aus den verschiedensten Bereichen besucht (siehe Stundenplan). Die Schülerinnen hatten die Möglichkeit, sich vorher online für die gewünschten Praktika anzumelden. Hierzu hatte jede Schülerin vorher ein Passwort erhalten, um sich auf der Anmeldeseite einloggen zu können. Auf diese Weise konnten sich die Teilnehmerinnen ihre Praktika nach Wunsch zusammenstellen.

Während die Vormittage den Vorlesungen und Praktika vorbehalten waren, boten die Nachmittagsveranstaltungen weitergehende Informationsmöglichkeiten.

Am Dienstagnachmittag wurde eine Vortragsveranstaltung über die verschiedenen Studiengänge angeboten. Hierbei wurde auch auf die in der Anmeldung angegebenen Studienwünsche eingegangen. Die Vorträge richteten sich insbesondere auf die Berufsfelder und die aktuelle Arbeitsmarktsituation.

Am Mittwochmorgen fand die „Go Out“ – Auslandsinformation statt. Dort stellten drei Studierende der TU Clausthal ihren Auslandsaufenthalt vor und die Schülerinnen konnten den Vortragenden sowie einer Mitarbeiterin des akademischen Auslandsamtes Fragen zur Organisation, Finanzierung und Erfahrungen stellen.

Die schon seit Jahren immer wieder beliebte Gesprächsrunde fand am Mittwochnachmittag statt. Hier waren von den verschiedensten Fachrichtungen Studienfachberater, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Professorinnen und Professoren sowie Studierende eingeladen worden, die den Schülerinnen mehrere Stunden für Fragen zur Verfügung standen. Hier wurden bei Kaffee und Kuchen teilweise sehr detaillierte Fragen zum Studienablauf oder Voraussetzungen zu verschiedenen Studiengängen gestellt. Aber auch Fragen zu Auslandsaufenthalten, der Wohnungssituation in Clausthal sowie den Praktikumsmöglichkeiten wurden intensiv diskutiert.

Am Donnerstagnachmittag gab es wie jedes Jahr die Gelegenheit, sich selbst Institute nach eigener Wahl anzusehen oder Gespräche zu führen. Die Tutorinnen hatten nach Absprache mit den Ansprechpartnern im jeweiligen Institut Führungen beziehungsweise Gespräche vereinbart und die Schülerinnen dorthin begleitet. Dieses Angebot wurde auch diesmal wieder ausgiebig genutzt, so dass am Ende der Schnupperwoche wohl fürs Erste nicht mehr allzu viele Fragen übrig blieben.

Am Freitag bei der Abschlussbesprechung konnte jede Schülerin ihre Meinung und Kritik zur Schnupperwoche loswerden. Das Ergebnis war sehr erfreulich: die Schülerinnen waren einhellig der Meinung, von der Woche viel profitiert zu haben und nun in Bezug auf Berufswahl ein ganzes Stück weiter gekommen zu sein. Manche wurden in ihren Überlegungen bestätigt, andere erhielten ganz neue Anregungen - auf jeden Fall hatten alle den Kopf voller Informationen, die zu Hause erst mal "verdaut" und verarbeitet werden wollen! Vereinzelte Kritik konnte und sollte den positiven Gesamteindruck nicht trüben.

Und einige stellten bereits fest: "Wir kommen wieder!"  

Zum Abschluss erhielten die Organisatorinnen, vor allem die unermüdlich im Einsatz gewesenen Tutorinnen, ein großes Dankeschön.

Zum Schluss noch ein bisschen Statistik:
Vor dem Schnupperstudium konnte sich keine Schülerin vorstellen, im Oberharz zu studieren. Danach waren es 8! 20 % der Schülerinnen gaben an, in ihren Studienwünschen bestärkt worden zu sein, während 10% der Teilnehmerinnen ganz neue Ideen bekommen haben und nun weitere Studiengänge in Betracht ziehen.

Fazit: Gerade in den Ingenieurstudiengängen und den Naturwissenschaften gibt es nach wie vor ein Informationsdefizit an den Schulen. Die Schülerinnen (und sicher auch Schüler) können sich oft nichts unter den verschiedenen Namen von Studiengängen vorstellen. Hier hilft nur intensive Information, am besten wie hier vor Ort - aufwändig, nicht nur für uns, sondern auch für die Teilnehmerinnen, die einen Teil ihrer Herbstferien oder eine Woche Unterricht opfern, aber die beste Möglichkeit, sich rechtzeitig für das richtige Studium zu entscheiden.

Stundenplan

 

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