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Qualitätssicherungssystem der Fakultäten

Allgemeines

Die TU Clausthal hat im Rahmen der Umsetzung der forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der DFG ein Qualitätssicherungssystem zu Gleichstellungsmaßnahmen für die Fakultäten entwickelt, das die folgenden Kriterien kombiniert:

  • einen Etat für Gleichstellungsmaßnahmen
  • Beratung durch die Gleichstellungsbeauftragten
  • Evaluation der Erfolge durch eine jährliche Abfrage mithilfe von Fragebögen, die von allen Instituten ausgefüllt werden
  • Diskussion der Ergebnisse und Vorschlag zu Verbesserungsmöglichkeiten durch gemeinsame Gespräche der Fakultäten mit den Gleichstellungsbeauftragten
  • Transparente Darstellung durch Veröffentlichung im Internet

 Die Auswertung erfolgte für die Jahre 2011, 2012 und 2013. Zusätzlich gibt es eine Gesamtauswertung mit Handlungsempfehlungen. Damit ist die Evaluation der Gleichstellung bei den Fakultäten zunächst abgeschlossen.

Auswertung 2011 - 2013

Insgesamt kann festgestellt werden, dass in einigen Bereichen Erfolge zu sehen sind, andere Bereiche sind weiterhin verbesserungsfähig. Für alle Fakultäten gilt, dass die Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen im Bereich der Professorinnen und Professorinnen noch nicht zufriedenstellend ist. Auch im Bereich der direkten Ansprache von geeigneten Wissenschaftlerinnen gibt es noch Verbesserungspotential. Verbessert hat sich der Einsatz von Gleichstellungsmitteln der Fakultäten und insgesamt die Wahrnehmung der Gleichstellungsproblematik.

Da die Erfolge sich erst langsam zeigen, wird die jährliche Befragung zunächst ausgesetzt. Die Problemfelder sind nun bekannt und werden durch direkte Kommunkation mit den Gleichstellungsbeauftragten weiter verfolgt.

Eine Auswahl der Ergebnisse sehen Sie im folgenden.

 

 

Fakultät 1 nutzt die Gleichstellungsmittel insgesamt recht gut, bei Fakultät 2 hat sich der Anteil der Institute, die Mittel beantragten, verringert, während Fakultät 3 einen kontinuierlichen Anstieg zeigt.


In allen Fakultäten werden Maßnahmen zur besseren Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen getroffen, wobei sich die Anteile mehr und mehr angeglichen haben. Gegenüber den Ergebnissen von 2013 wäre eine Steigerung bei allen drei Fakultäten wünschenswert.


Der Besuch von Weiterbildungsmaßnahmen zu gleichstellungs- und vereinbarkeitsbezogenen Themen hat im Bereich der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfreulich zugenommen, dennoch ist eine Steigerung hier noch durchaus möglich und wünschenswert.


Sehr unbefriedigend ist die Teilnahme an solchen Weiterbildungsangeboten im Bereich der Professorinnen und Professoren sowie Juniorprofessuren.

Hier ist es erforderlich, ein erhöhtes Bewusstsein für die Wichtigkeit solcher Weiterbildungen zu erzielen, da gerade in diesem Bereich hohe Kompetenz in Chancengleichheits- und Vereinbarkeitsthemen erforderlich ist und eine Vorbildfunktion ausgeübt wird.


Ergebnisse für das Jahr 2013

Fakultät 1

Auch im Jahr 2013 wurden Gleichstellungsmittel der Fakultät von den Instituten abgerufen, verstärkt wurden sie für studentische Hilfskräfte und die Erstattung von Fahrtkosten eingesetzt, die Finanzierung von Schulungen zum Themenfeld Vereinbarkeit aus Gleichstellungsmitteln ist dagegen zurückgegangen. Der Besuch von Schulungen im Bereich der Professuren hat sich verbessert.

Hervorzuheben ist ein Anstieg des Frauenanteils bei Studienarbeiten und Promotionen. Der Frauenanteil in den Instituten ist dagegen in etwa gleich geblieben.

Es sollten noch mehr Anstrengungen unternommen werden, Wissenschaftlerinnen bei Stellenbesetzungen gezielt anzusprechen.

 

Fakultät 2

Insgesamt ergeben sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügige Änderungen:

Die Beantragung von Gleichstellungsmitteln und Maßnahmen zur Verbesserung der "Sichtbarkeit" von Wissenschaftlerinnen sind noch nicht ausreichend wahrgenommen worden, was sich aber mit der langsam ansteigenden Anzahl von Einstellungen von Wissenschaftlerinnen ändern dürfte.

Die Nutzung von Weiterbildungsmaßnahmen (in Richtung Gleichstellung, Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie etc.) und familiärer Betreuungs-Angebote der Fakultät bzw. der Institute hat sich verbessert.

Es werden relativ wenige Tutorinnen für die Schülerinnenbetreuung eingesetzt. Aber nach wie vor engagieren sich viele Institute intensiv für die Schülerinnenwerbung im Rahmen der Schülerinformationstage und bei der Betreuung von Schüler-Praktikanten, was durchaus zu Ersteinschreibungs-Erfolgen geführt hat.

Der prozentuale Anteil der Betreuung der Studienabschluß-Arbeiten von Studentinnen ist gleichbleibend gut, desgleichen die „aktive Rekrutierung des unterrepräsentierten Geschlechts“ bei Stellenbesetzungen.

 

Fakultät 3

Der Frauenanteil in der Fakultät 3 ist niedriger als in den anderen beiden Fakultäten. Bei den betreuten Studentinnen und Promotionsstudentinnen war er deutlich höher als bei den Beschäftigten und den Professoren.

Es wurden häufiger als im Vorjahr bei Stellenbesetzungen gezielt Frauen angesprochen, das ist sehr erfreulich. Im Vergleich zum Vorjahr beantragten mehr Institute Gleichstellungsmittel aus der Fakultät, diese wurden zum größten Teil für Hilfskräfte und für Schulungen zu Themen wie Vereinbarkeit von Beruf und Familie verwendet.

Der Anteil der wissenschaftlichen Mitarbeiter, die Weiterbildungsmaßnahmen besuchten, ist deutlich gestiegen. Etwas mehr als die Hälfte der Institute setzte Tutorinnen für die Schülerbetreuung ein; seltsamerweise wurden dafür keine Gleichstellungsmittel der Fakultät beantragt.

Etwa ein Zehntel der Mitarbeiter nutzt bereits spezielle Angebote für Kinder und pflegebedürftige Angehörige. Leider wurde weniger als im vorigen Jahr für die bessere Sichtbarkeit von Wissenschaftlerinnen getan.

Ergebnisse für das Jahr 2012

Fakultät 1

Die Ergebnisse der Befragung für das Jahr 2012 der Fakultät 1 zeigt weiterhin eine mittlere Durchgängigkeit der Gleichstellungsmaßnahmen zu den Instituten. Hervorzuheben ist die hohe Beteiligung der Institute an der Befragung.

Für die Fakultät 1 sind folgende Tendenzen erkennbar:

  • Die Hälfte der Institute hat Gelder aus Gleichstellungsmitten beantragt und Maßnahmen durchgeführt
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Sichtbarkeit sind bereits recht gut, ebenso die Studierendenwerbung mit weiblichen Hilfskräften.
  • Der Frauenanteil an der Fakultät 1 ist bereits gut.
  • Die Beteiligung an Fortbildungsveranstaltungen hat sich gegenüber dem letzten Jahr verbessert.

 Es ist weiterhin wünschenswert, in der Zukunft verstärkt auf die Sichtbarkeit und die mögliche Unterstützung durch Gleichstellungsmittel hinzuweisen, wie zum Beispiel anteilige Reisekostenübernahme bei Teilnahme an internationalen Konferenzen.

Es sollten noch mehr Anstrengungen unternommen werden, geeignete Frauen aktiv zu werben.

Obwohl die Beteiligung an Weiterbildungsmaßnahmen sich verbessert hat, sollte noch verstärkt Weiterbildung zum Thema Vereinbarkeit und ähnlichen Themen angeboten werden.

 

Fakultät 2

Eine Beantragung von Gleichstellungsmitteln und Maßnahmen zur Verbesserung der "Sichtbarkeit" von Wissenschaftlerinnen wurden bisher von einem Drittel der Institute wahrgenommen. Hier wäre eine Intensivierung wünschenswert.

Bis auf wenige Ausnahmen gibt es kaum Nutzung von Weiterbildungsmaßnahmen (in Richtung Gleichstellung, Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Familie etc.) und familiärer Betreuungs-Angebote der Fakultät bzw. der Institute.

Es werden kaum speziell Tutorinnen für die Schülerinnenbetreuung eingesetzt. Andererseits engagieren sich viele Institute intensiv für die Schülerinnenwerbung im Rahmen der Schülerinformationstage.

Der prozentuale Anteil der Betreuung der Studienabschluß-Arbeiten von Studentinnen ist nach wie vor recht gut, desgleichen die „aktive Rekrutierung des unterrepräsentierten Geschlechts“ bei Stellenbesetzungen.

Insgesamt gleichen die Ergebnisse sehr denen des Vorjahres.

 

Fakultät 3

Im Vergleich zum vorigen Jahr gibt es kaum Veränderungen. Für die bessere Sichtbarkeit von Frauen im Wissenschaftsbereich wird bereits recht viel getan. Die aktive Rekrutierung von Wissenschaftlerinnen ist noch ausbaufähig. Nur wenige Institute beantragen Gelder aus den Gleichstellungsmitteln der Fakultät und es werden sehr selten Weiterbildungsmaßnahmen besucht. Auch spezielle Angebote für Kinder bzw. pflegebedürftige Angehörige werden bisher kaum genutzt. Der Einsatz vieler Institute für die Schülerinnenwerbung ist hingegen vorbildlich.

Nicht alle Institute haben den Fragebogen ausgefüllt zurückgeschickt.

Ergebnisse für das Jahr 2011

Allgemein:

Die versandten Fragebögen sind von allen Instituten ausgefüllt und zurückgesandt worden. Es zeigt sich hier eine gute Durchgängigkeit von Gleichstellungsmaßnahmen auf Fakultäts- und Institutsebene.

Alle Fakultäten bzw. ihre Institute sind sich der Notwendigkeit der Erhöhung des Frauenanteils im Wissenschaftsbereich an der TU Clausthal bewusst und führen Maßnahmen zur Verbesserung durch.

Unterschiede ergeben sich in der Art und Umfang der getroffenen Maßnahmen und in der Nutzung der für Gleichstellungsmaßnahmen reservierten Mittel.

 

Fakultät 1

Es werden bereits einige Maßnahmen zur Förderung bzw. Sichtbarmachung von Frauen im Wissenschaftsbereich getroffen, in einigen Bereichen ergibt sich jedoch noch Verbesserungspotential. Die Maßnahmen zur aktiven Rekrutierung von Wissenschaftlerinnen sollten noch intensiviert werden. Es sollte mehr Weiterbildung zu Gleichstellungsthemen und Themen zu Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie angeboten bzw. wahrgenommen werden. Die Schüler/innenwerbung sowie die Möglichkeiten der direkten Ansprache von Schülerinnen sind bereits recht gut. Insgesamt ist der Frauenanteil der Fakultät 1 bereits recht gut.

 

Fakultät 2

Die Maßnahmen zur Förderung bzw. Sichtbarmachung von Frauen im Wissenschaftsbereich sollten weiter intensiviert werden, im Bereich Studienarbeiten ist die Unterstützung jedoch bereits gut. Die getroffenen Maßnahmen zur aktiven Rekrutierung von Frauen sind bereits recht gut. Es sollte mehr Weiterbildung zu Gleichstellungsthemen und Themen zu Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie angeboten bzw. wahrgenommen werden. Bei der Schüler/innenwerbung sollten mehr Möglichkeiten der direkten Ansprache von Schülerinnen angeboten werden.

 

Fakultät 3

Es werden bereits Maßnahmen zur Förderung bzw. Sichtbarmachung von Frauen im Wissenschaftsbereich getroffen, jedoch gibt es Bereiche, in denen eine Intensivierung wünschenswert wäre. Die Maßnahmen zur aktiven Rekrutierung von Wissenschaftlerinnen sollten noch intensiviert werden. Es sollte mehr Weiterbildung zu Gleichstellungsthemen und Themen zu Vereinbarkeit von Beruf/Studium und Familie angeboten bzw. wahrgenommen werden. Die Schüler/innenwerbung sowie die Möglichkeiten der direkten Ansprache von Schülerinnen sind bereits sehr gut ausgebaut.

 

 

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