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1. Quartal

Berichtszeitraum (01. Januar 2026 bis 31. März 2026)

Gleichstellungsarbeit

  • Im Sommersemester 2026 startet der nächste Durchlauf unseres Mentoring-Programms WiMINToring für Studentinnen. Das Programm findet alternierend zum Mentoring für Nachwuchswissenschaftlerinnen statt und wird bereits zum dritten Mal angeboten. Das Programm unterstützt unsere Studentinnen auf ihrem Weg in die Berufswelt, indem sie von erfahrenen Mentorinnen aus Wissenschaft und Wirtschaft begleitet werden, praxisnahe Workshops zu persönlichen Kompetenzen und zur Karriereplanung besuchen können und die Möglichkeit erhalten, wertvolle Netzwerke aufzubauen. Die Bewerbungsfrist endete Ende Februar 2026. Im aktuellen Zyklus standen 10 Plätze zur Verfügung, auf die sich 15 Studentinnen beworben haben; im Rahmen der vorhandenen Ressourcen wurde alles getan, um möglichst allen eine Teilnahme zu ermöglichen. Mentoring-Programm WiMINToring ist als individuelles und exklusives Format konzipiert, mit intensiver Begleitung, maßgeschneiderter Förderung und einem hochwertigen Rahmenprogramm. Für die TU Clausthal bedeutet dies eine deutliche Qualitätssteigerung in der Förderung und Karriereentwicklung von Studentinnen, mit dem Ziel, mehr Frauen gezielt auf Fach- und Führungspositionen vorzubereiten und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der Universität im Kampf um zukünftige Studentinnen zu stärken.

  • Alle Aktivitäten unseres Frauennetzwerks „Women&Science TU Clausthal“ für das Jahr 2026 sind bereits geplant. Wie gewohnt finden vier Netzwerkabende statt, die nicht nur den Mitgliedern unseres Netzwerks offenstehen, sondern allen Wissenschaftlerinnen unserer Universität die Möglichkeit zum Austausch bieten:

    • 13. März 2026

    • 26. - 27. Juni 2026 - Jahrestreffen des Netzwerks

    • 11. September 2026

    • 4. Dezember 2026

    Darüber hinaus treffen sich die Mitglieder des Frauennetzwerks einmal im Monat zu sogenannten Netzwerktreffen, die vom Vorstand des Netzwerks konzipiert und moderiert werden.

  •  Am 13. März 2026 fand der erste Netzwerkabend unseres Frauennetzwerks „Women&Science TU Clausthal“ unter dem Titel „Damals war’s: Professorin werden – 50 Jahre Mut, Ausdauer und Weitblick“ statt.

    Zu Gast war Prof. Dr.-Ing. Elisabeth Dennert-Möller, eine Alumna der TU Clausthal, die von 1969 bis 1975 an unserer Universität Mathematik studiert hat. 1992 wurde sie als Professorin für Informatik an die Hochschule Emden/Leer berufen; später wechselte sie an die Hochschule Hannover, an der sie bis zu ihrer Emeritierung tätig war. In ihrem Vortrag schilderte sie eindrucksvoll den Weg zur Professur für eine Frau vor 50 Jahren: seltene weibliche Rollenvorbilder, strukturelle Hürden in männlich dominierten Fächern wie Mathematik und Informatik sowie die Herausforderung, wissenschaftliche Karriere, Familie und Engagement zu verbinden. Ihr Lebensweg steht exemplarisch für eine Generation von Wissenschaftlerinnen, die sich in Strukturen behaupten mussten, in denen Frauen kaum vorgesehen waren – mit Wirkung bis in die heutige Unterrepräsentanz von Frauen in MINT-Fächern.

    Beim anschließenden Buffet nutzten die Teilnehmerinnen die Gelegenheit zum Austausch, zur Vernetzung und zur Diskussion aktueller Fragen rund um Karrierewege und Rahmenbedingungen für Frauen in der Wissenschaft. Der Abend setzte ein starkes Zeichen für die Bedeutung von Sichtbarkeit und Vernetzung von Wissenschaftlerinnen.

  • In der Zielvereinbarung 2025–2026 mit dem Land Niedersachsen ist die TU Clausthal verpflichtet, sich aktiv an der Dialoginitiative „Geschlechtergerechte Hochschulkultur“ zu beteiligen. Diese Verpflichtung hat die Universität in hohem Maße erfüllt: Prof. Heike Schenk-Mathes, Vizepräsidentin für Gleichstellung, Internationales und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, und Dr. Natalia Schaffel-Mancini, zentrale Gleichstellungsbeauftragte, wirkten kontinuierlich in den Formaten der Dialoginitiative mit. Ergänzt wurde dieses Engagement durch dezentrale Gleichstellungsbeauftragte und weitere Gleichstellungsakteurinnen der TUC, die regelmäßig an Workshops und der Jahrestagung teilnahmen. Prof. Schenk-Mathes brachte sich zudem im Beirat der Dialoginitiative besonders intensiv in die inhaltliche und konzeptionelle Weiterentwicklung ein. Damit erfüllte die TUC die Vorgabe einer engagierten und sichtbaren Beteiligung in zentralen und dezentralen Strukturen in hohem Maße.

    Vor diesem Hintergrund nahmen Prof. Schenk-Mathes und Dr. Schaffel-Mancini an der Tagung der 4. Dialoginitiative „Geschlechtergerechte Hochschulkultur“ unter dem Titel „Vom Wissen zum Handeln – Wege zu intersektionaler Gleichstellungspolitik“ teil, die am 26. und 27. Februar 2026 in der Aula im Schloss der Universität Osnabrück stattfand. Die Tagung wurde von MWK, Landeshochschulkonferenz (LHK) und Landeskonferenz der Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen in Niedersachsen (lakog) gemeinsam getragen.

  • Anlässlich des Internationalen Tages der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft am 11. Februar veranstalteten das Gleichstellungsbüro gemeinsam mit der Graduiertenakademie am 10. Februar 2026 einen Kino- und Diskussionsabend im Kellerclub. Im Mittelpunkt stand der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „Picture a Scientist“, der strukturelle Ungleichheiten, Diskriminierungserfahrungen und Hürden für Frauen in der Wissenschaft eindrücklich sichtbar macht und zugleich die Bedeutung von Solidarität, Netzwerken und institutionellen Veränderungen für mehr Chancengerechtigkeit hervorhebt. Im Anschluss diskutierten auf einem Podium unter der Moderation von Prof. Heike Schenk-Mathes Professor:innen (Prof. Ines Hauer, Prof. Uwe Wolfram) und Wissenschaftlerinnen (Lena Sophie Wohlert, Priv.-Doz. Dr. Ulrike Willer) der TU Clausthal sowie als externe Expertin die Gleichstellungsbeauftragte der TU Braunschweig, Dipl.-Ing. Ulrike Wrobel. 

    Einigkeit bestand darin, dass es für mehr Geschlechtergerechtigkeit insbesondere struktureller Veränderungen, starker Vorbilder, vertrauensvoller Netzwerke und des Muts bedarf, Ungerechtigkeiten klar zu benennen. Der Abend war geprägt von intensivem Austausch, zahlreichen Fragen aus dem Publikum und der Möglichkeit zur Vernetzung in offener, konstruktiver Atmosphäre.

  • Anlässlich des Internationalen Frauentags fand im Kellerclub der TU Clausthal ein eindrucksvoller Abend unter dem Titel „1000 Tage ohne Bildung - Afghanistan, Politik und Verantwortung“ statt. Die Veranstaltung stand im Zeichen von Mut, Bildung und den Rechten afghanischer Frauen - ein Thema, das auch vor dem Hintergrund unserer internationalen Studierendenschaft an der TU Clausthal eine besondere Bedeutung hat. Zu Gast war die Aktivistin und Autorin Trina Mansoor, die aus ihrem 2024 erschienenen Buch „1000 Tage ohne Bildung“ las. Sie schilderte eindrucksvoll, wie Frauen in Afghanistan systematisch aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen werden – ein Zustand, der als Gender-Apartheid bezeichnet werden muss.

    Im Anschluss an die Lesung berichtete Trina Mansoor aus ihrem eigenen, bewegten Lebensweg und stellte sich den Fragen des Publikums. Der Abend war geprägt von einer sehr dichten, nachdenklichen Atmosphäre, von berührenden persönlichen Einblicken und einem offenen Austausch. Er hat eindrucksvoll gezeigt, wie eng Fragen von Geschlechtergerechtigkeit, Menschenrechten und Bildung miteinander verbunden sind.

     

Diversity-Management

  • In den Jahren 2020 bis 2023 hat die TU Clausthal erfolgreich den Auditierungsprozess im Diversity-Audit „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbandes durchlaufen. Als Anerkennung für diese Leistung wurde unserer Universität am 14. Februar 2023 feierlich das Zertifikat „Vielfalt gestalten“ verliehen, das an der Seitenwand im historischen Eingang angebracht ist.

    Das Zertifikat ist für drei Jahre gültig und läuft im Jahr 2026 aus. Daher wurde im Jahr 2025 das Re-Audit-Verfahren eingeleitet, um die bisherigen Entwicklungen zu reflektieren und die nächsten strategischen Schritte für die Zukunft der TU Clausthal gemeinsam zu gestalten.

    Eine zentrale Maßnahme im Re-Audit ist die Erarbeitung eines Schutz- und Handlungskonzepts gegen Diskriminierung und sexuelle Belästigung, das auch in der Zielvereinbarung 2025–2026 mit dem Land Niedersachsen verankert ist. Zur Initiierung dieses Prozesses findet am 5. Februar 2026 der Auftakttermin mit dem Lenkungskreis Diversity statt.

    Darüber hinaus möchten wir Sie bitten, sich Donnerstag, den 12. November 2026, bereits jetzt als ganztägigen Termin für die Audit-Begutachtung vorzumerken. An diesem Tag werden Vertreter:innen des Stifterverbandes sowie die Auditor:innen unsere Universität besuchen. Bitte blockieren Sie diesen Termin verbindlich in Ihrem Kalender. 

Familienservice

  • Seit dem vergangenen Jahr findet an der TU Clausthal regelmäßig ein Eltern-Kind-Treffen einmal pro Quartal statt. Diese Treffen bieten werdenden und jungen Eltern die Möglichkeit, sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und Fragen an den Familienservice oder die Sozialberatungsstelle des Studierendenwerks zu richten. Das nächste Treffen findet am Nachmittag des 20. Februar 2026 in den Räumen der Großtagespflege Uni-Luchse statt. Im Mittelpunkt steht das Thema „Netzwerk und gegenseitige Unterstützung“.

    Weitere drei Treffen im Jahr 2026 sind bereits geplant, sodass Eltern kontinuierlich Gelegenheit haben, sich auszutauschen, Informationen zu erhalten und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Die Angebote richten sich ausdrücklich auch an internationale Familien, um deren Integration und Vernetzung an der Universität zu fördern.

  • In der ersten Woche der Osterferien fand vom 23. bis 27. März 2026 die Kinder-Oster-Uni statt. Der Familienservice der TU Clausthal bot wie immer gemeinsam mit der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld ein spannendes Ferienbetreuungsangebot für Kinder im Grundschulalter an. Täglich von 8:00 bis 14:00 Uhr erlebten die Kinder im Jugendraum der Stadt Clausthal-Zellerfeld ein abwechslungsreiches Programm aus Experimenten, Bastelaktionen, Spielen und Bewegungsangeboten. Die Woche war vollständig ausgebucht – ein deutliches Zeichen für den hohen Bedarf und die große Resonanz. Neben der verlässlichen Ferienbetreuung wurde so auch die frühzeitige Begegnung von Kindern mit der TU Clausthal und ihren Fachrichtungen weiter gestärkt.

    In den Randwochen der Sommerferien wird die Kinder-Sommer-Uni fortgeführt. Die Angebote bieten eine abwechslungsreiche Mischung aus Workshops, Sport, Spielen und kreativen Aktivitäten. Wir bedanken uns herzlich bei allen Instituten und Einrichtungen der TU Clausthal, die mit ihren Beiträgen und ihrem Engagement zum Gelingen der Programme beitragen.