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2. Quartal

Berichtszeitraum 01. April - 30. Juni 2026

Gleichstellungsarbeit

  • Unser Mentoring-Programm WiMINToring für Studentinnen ist im Sommersemester 2026 erfolgreich in die dritte Runde gestartet. Bereits im Vorfeld wurden Mentorinnen und Mentees in zwei digitalen Vorbereitungsterminen gezielt auf ihre jeweiligen Rollen vorbereitet. Die Veranstaltungen schufen eine gute Grundlage für einen erfolgreichen Mentoring-Prozess und unterstützten die Teilnehmerinnen dabei, Erwartungen zu klären und sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit einzustimmen.

    Die feierliche Auftaktveranstaltung fand am 17. April 2026 statt. Nach einem Grußwort des Vizepräsidenten für Internationales und Chancengleichheit, Prof. Thomas Ulrich, wurden Ziele, Ablauf und Inhalte des Programms vorgestellt. Im Mittelpunkt standen anschließend das Kennenlernen der Mentoring-Tandems sowie der erste persönliche Austausch zwischen Mentorinnen und Mentees.

    Im weiteren Verlauf des Programms fanden mehrere begleitende Angebote statt. Am 7. Mai 2026 nahmen die Mentees an einem Workshop zum Thema „Empower yourself – Innere Stärke als Schlüssel für beruflichen Erfolg“ teil. Dabei beschäftigten sie sich praxisnah mit ihren eigenen Stärken und Ressourcen, dem Umgang mit Herausforderungen sowie einer selbstbewussten Positionierung im Studium und beim Berufseinstieg.

    Mit der Halbzeit des Programms fanden am 17. und 18. Juni 2026 moderierte Zwischenreflexionen für Mentees und Mentorinnen statt. Der Austausch zeigte, dass die Tandems sehr gut angelaufen sind. Im Mittelpunkt standen die bisherigen Erfahrungen, die Reflexion persönlicher Ziele sowie mögliche Herausforderungen und Impulse für die zweite Programmhälfte.

    Die anhaltend hohe Nachfrage zeigt die große Bedeutung des Programms: Wie bereits in den vergangenen Durchgängen war auch der aktuelle Zyklus vollständig ausgebucht. Für die zehn verfügbaren Plätze gingen 15 Bewerbungen von Studentinnen ein. Um möglichst vielen Studentinnen die Teilnahme zu ermöglichen, wurden im Rahmen der vorhandenen Ressourcen alle Bewerberinnen in den aktuellen Durchgang aufgenommen.

    Unser Mentoring-Programm WiMINToring ist bewusst als individuelles und hochwertiges Förderformat konzipiert. Durch die persönliche Begleitung in den Tandems, ergänzende Workshops und individuelle Coaching-Angebote erhalten die Teilnehmerinnen vielfältige Möglichkeiten, ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln, eigene Karriereziele zu reflektieren und sich gezielt auf den Übergang in das Berufsleben vorzubereiten. Damit leistet das Programm einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Frauen in MINT-Bereichen und unterstützt die TU Clausthal dabei, Studentinnen für zukünftige Fach- und Führungspositionen zu stärken.

  • Am 23. und 24. April 2026 fand im Rahmen der Hannover Messe der FEMWORX-Karrierekongress für Frauen im MINT-Bereich statt. Der Kongress bot mit Fachvorträgen, Workshops und Diskussionsrunden zahlreiche Impulse zur Vernetzung, zum Wissensaustausch und zur gezielten Unterstützung der beruflichen Entwicklung von Frauen in technischen Fach- und Führungspositionen. Die TU Clausthal ist dort seit vielen Jahren präsent, und das Gleichstellungsbüro hat auch in diesem Jahr wieder kostenfreie Tickets für Studentinnen und Doktorandinnen zur Verfügung gestellt.

    Auch Mentees aus unserem Mentoring-Programm WiMINToring für Studentinnen haben am Kongress teilgenommen. Für sie war der Besuch der FEMWORX-Karrieremesse für Female Leadership im MINT-Bereich ein weiterer Höhepunkt im Programm. Sie konnten sich untereinander vernetzen, gemeinsam Fragen stellen, sich inspirieren lassen und über ihre nächsten Schritte nachdenken – eine sehr gute Gelegenheit, neue Perspektiven für den eigenen Karriereweg zu entwickeln.

    Das landesweite Niedersachsen-Technikum war ebenfalls mit einem Stand vertreten, an dem sich die TU Clausthal mit unserer Koordinatorin beteiligt hat.

    Die durchweg positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen zeigen, welchen hohen Mehrwert solche Formate für die persönliche Entwicklung und für die Förderung von Chancengleichheit im MINT-Bereich haben.

  • Am Donnerstag, den 23. April 2026, hat sich die TU Clausthal erneut aktiv am bundesweiten Girl’ und Boys‘Day beteiligt. Ziel dieser Aktion ist es, Schülerinnen ab der fünften Klasse für Berufsperspektiven jenseits klassischer Geschlechterklischees zu begeistern. An diesem Tag haben verschiedene Institute und Einrichtungen unserer Universität ihre Türen geöffnet.

    Die Schüler:innen konnten echte Einblicke in Studien- und Berufsfelder aus Technik, Naturwissenschaften, Informatik, Wirtschaft und auch handwerklichen Bereichen bekommen – von der Forschung im Labor bis hin zur Entwicklung nachhaltiger Technologien.

    Durch diese praxisnahen Einblicke konnte sich die TU Clausthal als attraktiver Studienort präsentieren, frühzeitig Interesse wecken und wichtige Impulse für die spätere Studien- oder Berufswahl setzen. Solche Angebote leisten einen wichtigen Beitrag zur Studienorientierung, zur Gewinnung zukünftiger Studierender für die TU Clausthal und zur Förderung weiblicher Nachwuchstalente im MINT-Bereich.

    Mehrere Institute und Einrichtungen der Universität haben sich mit großem Engagement beteiligt, und allen Mitwirkenden möchte ich an dieser Stelle herzlich danken.

  • Wie jedes Jahr am letzten Juniwochenende fand das Jahrestreffen unseres Frauennetzwerks „Women&Science der TU Clausthal“ statt. In diesem Jahr widmete sich das Treffen dem Thema Transformation – sowohl auf individueller Ebene als auch im Kontext organisationaler Veränderungsprozesse.

    Den Auftakt bildete am Freitagabend der Netzwerkabend mit einer interaktiven Keynote von Birgit Drixelius zum Thema „Transformation beginnt bei mir“. Gemeinsam beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit der Frage, wie Veränderungen den beruflichen und privaten Alltag prägen, wie eigene Muster erkannt und Veränderungsprozesse bewusst gestaltet werden können. Die Keynote bot inspirierende Impulse, regte zur Reflexion an und schuf zahlreiche Gelegenheiten für persönliche Gespräche, Austausch und Vernetzung.

    Am Samstag wurden die Impulse aus der Keynote in einem vertiefenden Workshop für die Mitglieder des Frauennetzwerks aufgegriffen und weiterentwickelt. Gemeinsam mit Birgit Drixelius wurden die Themen reflektiert und durch praktische Übungen auf die eigene berufliche und persönliche Situation übertragen. Dabei erhielten die Teilnehmerinnen neue Perspektiven und konkrete Anregungen für den Umgang mit Veränderungsprozessen.

    Besonders erfreulich waren die offene Atmosphäre, der intensive Austausch und die vielen wertvollen Gespräche zwischen den Teilnehmerinnen. Das Sommertreffen hat erneut gezeigt, wie wichtig das Frauennetzwerk „Women&Science der TU Clausthal“ als Plattform für Vernetzung, gegenseitige Unterstützung und den Austausch innerhalb der Universität ist.

    Wir freuen uns bereits jetzt auf die nächsten Begegnungen und Veranstaltungen unseres Frauennetzwerks „Women&Science der TU Clausthal“..

  • Für den nächsten Durchgang des Niedersachsen-Technikums von September 2026 bis Februar 2027 an der TU Clausthal haben sich bereits drei Technikantinnen angemeldet. Damit startet die TU Clausthal mit etwa der Hälfte der Teilnehmerinnenzahl der TU Braunschweig – ein im Verhältnis zur Hochschulgröße sehr erfreuliches Ergebnis. Während des sechsmonatigen Programms absolvieren sie an vier Tagen pro Woche ein Praktikum in einem Kooperationsunternehmen und besuchen an einem Tag Lehrveranstaltungen an der TU Clausthal. Wir hoffen sehr, dass sich die Technikantinnen im Anschluss an das Programm für ein Studium an der TU Clausthal entscheiden. Die Anmeldung ist weiterhin möglich. Die Koordinatorin des Niedersachsen-Technikums an der TU Clausthal, Nina Bredereck, setzt sich derzeit intensiv dafür ein, weitere Technikantinnen für die Teilnahme am Programm zu gewinnen.

Diversity-Management

  • Im Mai rückten bundesweit viele Organisationen - darunter auch zahlreiche Hochschulen – das Thema Diversity in den Mittelpunkt. Rund um den Deutschen Diversity-Tag am 27. Mai 2026 wurde auch an der TU Clausthal die Vielfalt unserer Universität sichtbar gemacht.

    Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde die Aktion genutzt, um ein Zeichen für ein diskriminierungsfreies und wertschätzendes Miteinander zu setzen. Auf der Startseite der TU Clausthal wurde bis Ende Mai ein Slider mit dem in Regenbogenfarben beleuchteten Hauptgebäude und dem Leitbild-Satz „Wir alle zusammen sind die TU Clausthal“ gezeigt. Das Motiv war zudem auf den Bildschirmen im Hauptgebäude und in der Bibliothek sowie über die Social-Media-Kanäle der TU Clausthal präsent. Darüber hinaus wurden an zentralen Standorten des Campus, unter anderem am Hauptgebäude und an der Bibliothek, Regenbogenflaggen gehisst. Auch in den Fenstern der Mensa waren Regenbogenfahnen als sichtbares Zeichen für Vielfalt und Solidarität zu sehen.

    Mit diesen Aktionen setzte die TU Clausthal ein deutliches Signal für Offenheit, Zusammenhalt und eine Hochschulkultur, in der sich alle Mitglieder der Universität willkommen und wertgeschätzt fühlen sollen.

  • Nach dem Auftakt im Re-Audit des Diversity-Audits „Vielfalt gestalten“ des Stifterverbands mit dem Lenkungskreis Diversity Anfang Februar und einer intensiven Arbeitsphase in den jeweiligen Themenbereichen wird derzeit der Entwurf eines Schutz- und Handlungskonzepts gegen Diskriminierung und sexuelle Belästigung erarbeitet. Der Entwurf wurde in der Sitzung des Lenkungskreises Diversity am 2. Juni 2026 weiter konkretisiert und befindet sich aktuell in der Finalisierung. Anschließend wird das Konzept den zuständigen Gremien zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Ende Juni hat die Kommission für Gleichstellung bereits eine Empfehlung an den Senat ausgesprochen, das Konzept zu beschließen. Die Befassung und Beschlussfassung im Senat ist für die Sitzung am 3. November 2026 vorgesehen.

    Die Erarbeitung eines solchen Konzepts ist für die TU Clausthal aus mehreren Gründen von zentraler Bedeutung: Es schafft klare und verbindliche Strukturen sowie Zuständigkeiten im Umgang mit Diskriminierung und sexueller Belästigung, bietet Betroffenen Orientierung und Schutz und gibt Führungskräften sowie Beschäftigten Handlungssicherheit. Gleichzeitig unterstreicht das Konzept das gemeinsame Selbstverständnis der TU Clausthal als sicherer, respektvoller und diskriminierungsfreier Lern- und Arbeitsort. 

Familienservice

  • Neben den Ferienbetreuungsprogrammen organisiert der Familienservice unserer Universität auch weitere bewährte Angebote für Kinder. In den letzten Wochen fanden erneut die sogenannten Vorschulkinderangebote statt, an denen sich alle örtlichen Kindergärten beteiligen.

    In Kooperation mit der Berg- und Universitätsstadt Clausthal-Zellerfeld besuchen die Vorschulgruppen jeweils ein Institut der TU Clausthal und erhalten dort einen kindgerechten Einblick in das Fachspektrum unserer Universität – von Technik und Naturwissenschaften bis hin zu wirtschaftlichen Fragestellungen. Die Kinder konnten zum Beispiel eigene Werbeplakate gestalten, einfache elektrische Schaltungen und Windräder ausprobieren oder in die Welt des Bergbaus eintauchen. So erleben sie unsere Universität früh als Ort der Neugier, des Forschens und des gemeinsamen Entdeckens.

    Mein besonderer Dank gilt allen Beteiligten an unserer Universität, die dieses Angebot möglich gemacht haben. Solche Formate stärken die Kooperation mit der Stadt und ihren Einrichtungen und tragen dazu bei, dass Kinder früh positive Berührungspunkte mit Wissenschaft und Technik bekommen – und mit der TU Clausthal als einem offenen Lern- und Lebensort.

  • Beim Campus Open Air mit Campuslauf am 9. Juni 2026 war das Gleichstellungsbüro mit dem Familienservice erneut mit einem umfangreichen Angebot für Kinder und Familien vertreten. Ziel war es, die Teilnahme von Beschäftigten und Studierenden mit Kindern zu erleichtern und familienfreundliche Rahmenbedingungen für die Veranstaltung zu schaffen. Auf der vom Familienservice organisierten Kinderspielwiese standen verschiedene Angebote zur Verfügung, unter anderem: Kinderschminken, eine Hüpfburgunterschiedliche Bewegungs- und Geschicklichkeitsspiele, Riesenseifenblasen und Bobbycars. Die Angebote wurden durchgehend gut angenommen und trugen wesentlich dazu bei, dass Kinder und Begleitpersonen den Campuslauf als attraktives gemeinsames Erlebnis wahrnehmen konnten. Ein fester Bestandteil des Programms war zudem der Kinderlauf, an dem auch Kinder der Großtagespflege „Uni-Luchse“ teilnahmen. 

    Die Möglichkeit, Kinder während der Laufveranstaltung in einem geschützten Rahmen sinnvoll zu beschäftigen, wurde von den teilnehmenden Eltern positiv hervorgehoben. Sie konnten dadurch selbst aktiv am Campuslauf teilnehmen und wussten ihre Kinder gleichzeitig in verlässlicher Betreuung. Insgesamt hat der Beitrag des Familienservice einmal mehr gezeigt, welche Bedeutung familienfreundliche Strukturen für die Attraktivität und Lebendigkeit des Campus der TU Clausthal haben. 

  • Am 29. Mai 2026 fand in Kooperation mit dem Studierendenwerk ein weiteres Eltern-Kind-Treffen, diesmal auf dem Außengelände der Tagespflege Uni-Dachse statt. Besonders erfreulich ist, dass aus den regelmäßigen Eltern-Kind-Treffen heraus ein neues, von den Teilnehmenden selbst initiiertes Angebot entstanden ist: Familien, die sich bei den Treffen kennengelernt und miteinander vernetzt haben, unterstützen sich gegenseitig bei der Kinderbetreuung. Dieses Beispiel zeigt, welchen Mehrwert die Treffen über die reine Informationsvermittlung hinaus bieten und wie daraus eigenständige Netzwerke und gegenseitige Unterstützung entstehen können.

    Das nächste Eltern-Kind-Treffen ist für den 18. September 2026 geplant. Im Mittelpunkt steht ein Vortrag der Familienkinderkrankenschwester Anja Elstner-Neugebauer zum Thema „Ernährung von Babys und Kleinkindern“, ergänzt durch Zeit für Fragen und den Austausch der Eltern untereinander

  • Die Online-Informationsreihe „Familie im Fokus“, eine gemeinsame Initiative der Familienservices der Hochschulen in Niedersachsen und Bremen, läuft noch bis Ende August 2026. Die TU Clausthal unterstützt die Reihe durch die Organisation der Anmeldung über die Plattform Indico und hat am 19. Mai 2026 eine Veranstaltung zum Thema „Elterngeld und Elternzeit“ angeboten.

  • Das Deutsche Studierendenwerk hat eine Handreichung zum Thema „Internationale Studierende mit Kindern: aufenthalts- und sozialrechtliche Bestimmungen“ veröffentlicht. Die Handreichung bietet einen umfassenden Überblick über zentrale Themen wie Mutterschutz, Elternzeit, Krankenversicherung und Kinderbetreuung und berücksichtigt dabei unterschiedliche finanzielle und persönliche Lebenssituationen. Sie dient als wertvolle Orientierungshilfe für internationale Studierende mit Kindern und unterstützt dabei, passende Informationen, Unterstützungsangebote und rechtliche Rahmenbedingungen für die individuelle Situation zu finden.